Steueränderungen für die Gastronomie

Um die Gastronomie in Zeiten von Corona zu erleichtern, hat die Bundesregierung vor einiger Zeit vorübergehende Änderungen an den Umsatzsteuersätzen beschlossen. Denn allein im April hat das Gastgewerbe Umsatzeinbußen von fast 76% erleiden müssen. Das Corona-Steuerhilfegesetz wurde auf den Weg gebracht um Gastronomen die Möglichkeit zu geben, sich in diesem Zeitraum zu erholen. Wir wollen kurz erklären, wann diese Steuersenkungen eintreten und wie lange diese bleiben.

Die erste Regelung lautet, dass der Mehrwertsteuersatz für Speisen in gastronomischen Betrieben in der Zeit vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 von 19% auf 7% abgesenkt wird. Dem Gastronomiegewerbe soll in den Zeiten der Wiedereröffnung und durch den massiven Corona bedingten Ausfall so geholfen werden.

Diese Änderung wurde jedoch noch einmal angepasst und ein Konjunkturpaket auf den Weg gebracht. In der Zeit vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 findet eine weitere befristete Senkung statt und es gilt der ermäßigte Steuersatz von 5% auf Speisen.

Zusammengefasst bedeutet das also

  • 01.07.2020 bis 31.12.2020 - 6 Monate 5% Umsatzsteuer auf Speisen
  • 01.01.2021 bis 30.06.2021 - 6 Monate 7% Umsatzsteuer auf Speisen
  • Getränke sind nicht davon betroffen

Entsprechende Menüs die z. B. aus Speisen und Getränken bestehen müssen dementsprechend für Getränke und Speisen verschieden neu errechnet werden

Kassensysteme müssen für diese Zeiträume entsprechend angepasst werden!

Quellen
Bundesregierung
MDR
Rödl & Partner
DEHOGA

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