Flammschutzfilter - Alles was man wissen muss

Flammschutzfilter - Alles was man wissen muss

Wo steht denn das?

In der DIN 18869-5 sind die Anforderungen, welche an Flammschutzfilter gestellt werden niedergeschrieben. Flammschutzfilter, oder Aerosolabschneider müssen in gewerblichen Küchen in entsprechenden Küchenablufthauben integriert sein. Diese Filter müssen nach Flammdurchschlag, technischer Sicherheit und nach hygienischen Merkmalen geprüft werden.
Auch die VDI 2052 findet hier wieder Gehör. In Punkt 7.1 Aerosolabscheider, ist beschrieben, dass Flammschutzfilter nach DIN Norm flammdurchschlagssicher geprüft werden müssen.

Wie funktioniert das nochmal?

Die Küchenabluft beinhaltet bekanntermaßen allerlei. Die aufsteigenden Dämpfe des Garguts sind durchtränkt mit Wasser, Ölen und sonstigen Partikeln auch Aerosole genannt. Die Abscheider funktionieren Mechanisch und bestehen im Einzelnen aus Spezialprofilen, Abstandsfixierungen und einem Rahmen. Ehemals verbaute Gestrickfilter sind nach VDI 2052 nicht mehr zulässig, außer in Kombination mit anderen zugelassenen Filtern. Abscheider sind in der Regel einfach zu reinigen und wiederverwendbar. Täglich muss allerdings geprüft werden ob die Filter sauber sind. Dies muss auch dokumentiert werden. Die Abscheider haben den Zweck die Abluft von Flüssigkeiten in der Luft größtmöglich zu reinigen. Die aufgefangenen Flüssigkeiten werden in der Regel in der Dunstabzugshaube in einer Fettfangrinne gesammelt und abgeführt. Die folgende Rohrstrecke muss möglichst frei von Fett und durchschlagendem Feuer sein. Sollte sich dennoch Fett ansammeln und Feuer durchschlagen, kann sich dies entzünden und große Schäden verursachen.

Auch noch Unterschiede auf die ich achten muss?

Die DIN 18869-5 gibt in Punkt 8.2 aufschluss darüber, dass ein Flammdurchschlag bei Abscheidern des Typs A nicht passieren darf. Diese Filter müssen z.B. eingesetzt werden in einer Garküche, einem Cook and Chill Bereich oder dem Kochen im Gastraum.

Wenn ein Abscheider bei besagter Prüfung Flammdurchschlag zulässt oder keiner Prüfung innewohnte, entspricht das einem Typ B Filters. Abscheider diesen Typs sind zum Beispiel in Bereichen der Speiseausgaben, Lebensmittellagerung oder der Spülküche zugelassen.

Vorschriften sind Vorschriften, wie ja gesagt wird. Daher kann bei unsachgemäß eingebrachten Filtern der Versicherungsschutz problematisch werden. Daher sollte es in jedermanns Interesse sein, hier Vorschriftsmäßig vorzugehen. Flammschutzfilter sollten auch immer eine Angabe zu ihrer Luftdurchlässigkeit haben. Diese Angabe sollte mindestens der Kubikmeter Angabe der eigenen Abluftanlage entsprechen.

  • Beispiel “A” Richtig
    • Küchenabluftanlage mit 5000 m³/h
    • 10 verbaute Flammschutzfilter mit je 500 m³/h entspricht 5000 m³/h
  • Beispiel “B” Falsch
    • Küchenabluftanlage mit 5000 m³/h
    • 10 verbaute Flammschutzfilter mit je 400 m³/h entspricht 4000 m³/h

Moment, wie entscheide ich mich jetzt?

Kurz gesagt, wählt man den Flammschutzfilter “Typ A” an allen Stellen, an denen jetzt oder später gekocht wird. Überall dort, wo sicher keine Kochgeräte stehen werden, wie zum Beispiel der Spülküche, kann man beruhigt auf den Filter “Typ B” zurückgreifen und ein paar Euro sparen. Generell sollte der entsprechende Filter allerdings in einer Raumluftplanung mit angegeben werden oder spätestens bei einem Zulieferer Ihres Vertrauens mit angeboten werden.

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