Brandschutz in der Gastronomie Küche

Für die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter spielt Brandschutz in der Gastronomie eine wichtige Rolle. Bereits bei der Gebäudeplanung aber auch bei der Planung einer eigenen Lokalität (Restaurant, Bar etc.) muss ein Brandschutzkonzept inklusive Brandschutzplan erstellt werden. Abhängig von der Gebäudeklasse ist ein entsprechendes Brandschutzkonzept rechtlich vorgeschrieben. Jeder Gastronom muss die Brandschutzvorschriften beherzigen und einhalten.

 

 

Besonders die Gastronomie Küche gehört zu den größten Gefahrenquellen für Brände. Daher sollten vor Inbetriebnahme einer Großküche das Brandschutzkonzept sowie der Brandschutzplan vorliegen. Der Brandschutzplan ist ein Gebäudeplan in dem alle vorhandenen Fluchtwege eingezeichnet werden. Das Brandschutzkonzept hingegen ist die bauliche und rechtliche Darstellung des Gebäudes. Es beinhaltet die Brandschutzinfrastruktur und die Brandschutzausstattung. Die wichtigsten Brandschutzelemente für die Küche sind ein Fettbrandfeuerlöscher, eine Löschdecke, CO-Melder, Rauchwarnmelder sowie Brandschutzklappen.

 

Fettbrände sind keine Seltenheit in der Gastronomie. Sollten sich festgesetzte Öle oder Fette überhitzen und entzünden ist es wichtig den Fettbrand richtig zu löschen. Wasser ist hier keine Lösung, ganz im Gegenteil. Durch die Kombination von Wasser und Fett besteht Explosionsgefahr. Für einen effektiven Löschvorgang muss ein Fettbrandfeuerlöscher eingesetzt werden. Dieser arbeitet mit Hilfe eines Fettbrandschaums, der eine Sperrschicht bildet, um die Sauerstoffzufuhr zu verhindern. Somit werden die Flammen erstickt und ein größerer Schaden verhindert. Fettbrandfeuerlöscher sind besonders effektiv und gehören durch die Berufsgenossenschaft zur gesetzlich vorgeschriebenen Ausstattung zusätzlich zur Grundausstattung von Feuerlöscheinrichtungen einer Gastronomie Küche. (BGR 111, 3.3.1.2)

 

Ein weiteres bekanntes Brandschutzelement ist die Löschdecke. Sie wird bei kleinen Bränden eingesetzt, die häufig bei kochen mit Öl oder flambieren entstehen können. Die Löschdecke muss den kompletten Brandherd überdecken, um die Flammen zu ersticken. Zur Früherkennung bzw. zur Verhinderung von Bränden werden CO-Melder, Rauchwarnmelder sowie Brandschutzklappen in jeder Großküche eingebaut. Der Rauchwarnmelder ist so konzipiert, dass er bereits entstehende Brände in der Anfangsphase erkennt und einen Alarm meldet. Dies passiert indem der Infrarotstrahl durch eine hohe Konzentration von Rauchpartikeln unterbrochen wird. Es erfolgt sofort ein akustischer Alarm mit bis zu 86 dB. Dank einer Früherkennung des Brandherdes, kann eine schnelle Hilfe und vor allen Dingen eine zeitnahe Löschung des Feuers erfolgen. 

 

Die zweite Möglichkeit der Früherkennung ist ein CO-Melder. Dieser Melder misst den Kohlenmonoxid Gehalt in der Luft. Kohlenmonoxid ist ein hochgiftiges Gas, welches durch die menschlichen Sinne (sehen, riechen, schmecken) nicht wahrgenommen wird und somit tödlich ist. Die Melder ermitteln mit Hilfe von elektrochemischen Sensoren den Kohlenmonoxid Gehalt in der Umgebungsluft und schlagen bei Überschreitung des Schwellenwertes sofort Alarm. Das defekte Gerät, meist Gasherd oder Gasofen kann direkt abgestellt und die Gefahr gebannt werden. Zur weiteren Grundausstattung gehören sogenannte Brandschutzklappen. Sie sind ein Bauteil, welchen innerhalb der Lüftungsleitungen zwischen Wänden und Decken installiert wird. Sollte ein Brand entstehen, wird dieser mit Hilfe der Brandschutzklappen auf einen bestimmten Rauchabschnitt begrenzt und kann sich nicht ausbreiten. Sie reagieren im Brandfall bzw. bei sehr hohen Temperaturen automatisch und verhindern somit die Ausbreitung durch das Lüftungssystem auf andere Räume. Die genaue Installation und Positionierung ist dabei durch die M-LüAr geregelt.

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